Grassenbiwak SAC Sektion Engelberg
ARGE mit Manöel Prinz, Basel
Frigerio Jundt Ingenieure Planer AG, Bern
Wer die 1600 Höhenmeter von Engelberg über Ober Stäfeli und Gorisegg hinter sich gebracht und nur noch die letzten Meter über den Nordostgrat vor sich hat, sieht bereits von weitem, wie sich ein kleines Gebäude an den Tierberg anschmiegt. Wie die Alpinisten scheint es auch selbst den Berg zu erklimmen; der GIPFELSTÜRMER. Mit dem Eingang an derselben Stelle wie sein Vorgänger knüpft das neue Biwak subtil an die vertrauten Verhältnisse des Ortes an. Durch seine Lage entlang dem Grat ist es nie komplett eingeschneit und somit ganzjährig auffindbar.
Drei Schlafkojen bieten Platz für jeweils sechs Betten und greifen mit ihrem Schrägdach die Formensprache einer archetypischen Berghütte auf. Dank des reduzierten Volumens erreichen die Kojen auch bei geringer Personenbelegung rasch eine angenehme Temperatur, die unmittelbare Nähe der Schlafräume ermöglicht eine gegenseitige Wärmeabgabe durch Abstrahlung und Konvektion
Das Biwak besteht aus einzelnen im Tal vorgefertigten Modulen, die als Holzrahmenbauten konstruiert und vor Ort mit Fassaden- und Dachelementen bekleidet werden. Zehn einzelne Stahlbetonfundamente tragen die Lasten in den Berg ab. So schafft es der GIPFELSTÜRMER, sich mit wenig Bodenkontakt und geringstem Eingriff in die Natur entlang den Höhenkurven auf den Bergkamm zu betten.
